an Karfreitag feiern?

Vorsicht, dieser Artikel könnte provozieren.
lesen Sie hier

Der stille Feiertag Karfreitag, sowie das gesamte Osterfest sind für Christen in aller Welt das Fest Ihres Glaubens überhaupt.

Gründonnerstag gab Jesus mit seinen zwölf Aposteln das letzte Abendmahl, Karfreitag starb er am Kreuz, Ostersonntag ist er von den Toten auferstanden. So wurde nicht nur mir das schon in jungen Jahren zu Ostzeiten im Religionsunterricht aus der Bibel gelesen. Haiden bzw. nicht oder anders gläubige Menschen mögen logischerweise einen gänzlich anderen Standpunkt zu dieser Thematik vertreten. In Deutschland aber, gilt der besagte Karfreitag laut Gesetz als stiller Feiertag. Aus diesem Grund gibt es leider ein gesetzlich verordnetes öffentliches Tanzverbot im gesamten Land. Kein Fußball, keine Musik, keine Konzerte so ist es Jahr für Jahr. Atheisten können von mir aus an diesen Tagen Tanzen oder tun und lassen was sie gern möchten - wer aber einmal im Jahr in die Kirche gegangen und sein Glaubensbekenntnis abgelegt, von dem kann man mindestens Verständnis sowie Kenntnis über die christlich evangelische Geschichte erwarten.

Darum verwunderte mich ein Festzelt in Pfaffendorf, dass auch noch auf dem Grundstück eines Gesetzesvertreters aufgebaut wurde. Es kam wie es kommen mußte, Karfreitag wurde in Pfaffendorf gefeiert und Weihnachten sehen wir die Familie wieder in der Kirche - ganz scheinheilig.

grenzwärtig für Christen - Party an Karfreitag
Partyreste vom Karfreitag in Pfaffendorf

Der evangelischen Kirche war meine Person schon vor dem Fall der Mauer sehr dankbar. Zum einen erlaubten einige Pfarrer ostdeutschen Punkbands in den heiligen Hallen zu spielen zum anderen konnte man noch diese Aura bei Pfarrern spüren, die gegen das System mit viel kluger Rhetorik in ihren Predigten stachelten. Wenn man daraus eine Lehre ziehen konnte, die im Religionsunterricht gelehrt wurde - ist es wohl die Lehre und den Glauben in die Menschlichkeit sowie Repressionen anhand des Glaubens zu überwinden.

Dem ein zigsten evangelischen Pfarrer, nach dem Mauerfall - der mir prompt einfällt, auf den diese Attribute noch zusprechen ist Lothar König aus Jena. Bei dessen Verhandlung, in Dresden, ich schon beiwohnte. Dieser in meine Richtung irgendwie so was sprach: "macht euch öffentlich und versteckt euch nicht" ...es waren einige Kamerateams anwesend.

Die RAF Frau, Meinhof (Tochter eines evang. Pfarrers), verkündete in einer Tonaufnahme schon in den Siebzigern:

Wir sagen natürlich, die Bullen sind Schweine, wir sagen, der Typ in Uniform ist ein Schwein, das ist kein Mensch, und so haben wir uns mit ihm auseinanderzusetzen.

ganz markersdorf hasst die polizei
Nur das Kapital braucht Polizisten

Persönlich habe ich nicht nur einmal Knüppel und Fäuste von Staatsdienern abbekommen. Von daher entzieht es sich meinem vollem Verständnis wie die Kirche noch Polizeipfarrer schult. Polizisten sind Existenzen bei denen irgendwas in früher Jugend falsch gelaufen ist. Warum auch immer. In jedem Fall haben diese Personen ein Bedürfnis über andere Menschen zu richten. Des weiteren setzen Sie wissentlich Ihr Leben für ein "sicheres Einkommen" aufs Spiel, genauso wie die Leute vom Heer. Bitte mit welchem Recht wird diesen Personen seelischer Beistand gewährt? Das auch noch in Form eines Polizeipfarrers? Im Leben völlig Kirchfremd, aber wenn irgendwann der Schicksalshammer zuschlägt als erstes Beistand in Form eines Psychologen oder eben Pfarrers anfordern. Wenn Menschen seelischen Beistand dringend benötigen, dann sind es Berufsfeuerwehren und erste Hilfe Sanitäter*innen!

Des weiteren würde ich das ganze soweit ausführen wollen das es falsch ist wenn die Kirche sich für Siemens oder Bombardier Arbeitsplätze einsetzt. Viel wichtiger wäre es als Kirche, sich groß bei Aktionen gegen Faschisten zu solidarisieren. Wie beispielsweise dieses kommende Schild und Schwert Theater in Ostritz zu beziehen! Auch die Kirche hat zu verantworten das in Sachsen die AfD gewählt wurde. Wenn Kurden mit deutschen Waffen, wie Juden ausgerottet werden, kann die Kirche nicht daher gehen und für Afrika sammeln!

Da es in Markersdorf oder Görlitz keinen Oster-Friedensmarsch gab - ist dies mein Beitrag zu "Schwerter zu Pflugscharen"

31.03.2018, OT Pfaffendorf

Zurück Vor