Vortrag der Telekom durch Sten Pinkert in der Gemeinderatsitzung Mai 2018

Sten Pinkert, Micromanager der Telekom für Bautzen und Görlitz informierte. Habe mir den Vortrag angehört und teile hier die Fakten mit.

In der Gemeinderatsitzung Mai zum Telekommunikation Ausbau der Telekom GmbH. An dieser Stelle informieren wir Gemeindemitglieder über den Ausbau und stellen die Fakten klar. Teilen aber auch mit was wir davon halten. Der besagte Ausbau einiger Ortsteile in der Gemeinde Markersdorf erfolgt durch die Telekom in Eigeninitiative. Es geht der Telekom GmbH hier nicht um den Ausbau von schnellem Internet, sondern vorrangig wird seitens der Telekom die IP basierte Telefonie priorisiert. Als positives Nebenprodukt verkauft Sten Pinkert dann die Vectoring Internetanschlüsse bis 100mbit. Wobei er gleich auch drauf aufmerksam macht das man zeitnah so genanntes Super Vectoring freischalten wird. Hier könnten dann Internettarife bis 250mbit im Down und 100mbit im Upload bestellt werden. Dafür werden 17 neue Verteilerkästen errichtet und eine Tiefbaustrecke von ca. 5,8km benötigt. 6,1km lang wird dann neu verlegtes Kupferkabel sein, was zwischen den Verteilern dient um ca.680 Haushalte bzw. Kunden auf IP basierte Telefonie umzuschalten.

glückliche Ausbaugebiete werden sein:

  • Gersdorf
  • Deutsch Paulsdorf
  • Friedersdorf (nur der südliche Teil*)
  • Jauernick-Buschbach

*4Stränge auf der nördlichen Seite von Friedersdorf hat sich hier die Netcommunity/Saxnetcom gesichert. Damit hat der nördliche Teil ein entschiedenen Nachteil nicht nur in Bezug auf die monatliche zu zahlenden Preise sondern auch in der Qualität.

Lippenbekenntnisse der Regierung von Sachsen

Dennoch, bleibt nach meiner Einschätzung, der Breitbandausbau so wie er von der Politik per Lippenbekenntnis gefordert wird vollkommen auf der Strecke. Da diese Seite auch schon dem Bundesministerium für Informatik in Sachsen bekannt ist, richtet sich dieser Abschnitt an Dulig (SPD) und Kretchmer (CDU).

Nehmen Sie nicht den Begriff "Breitband" in den Mund wenn Sie keine Ahnung haben. Breitband ist nur mit Glasfaserkabel möglich. Vor ca. 30 Jahren hat ein Computer auch mit 64kbyte Speicher arbeiten können. Das können Sie heut gern mal versuchen. Wenn Sie in Zukunft und Forschung investieren möchten, gleichzeitig Fachkräfte in die Region locken möchten, geht das nun mal nicht mit Lippenbekenntnissen. Dafür muss eine Infrastruktur verfügbar sein, die skalierbar ist.

Meiner Person hat der Vortrag durch Herr Pinkert gereicht. Vor 20 Jahren musste ich schon einmal das weite Suchen, nun werde ich das wieder tun.

Derzeit wenig Muse den Artikel zu schreiben, verschiebe das also bei dem Wetter. Werde immer wieder um neue Fakten ergänzen und updaten.

Einzel-Nachweise
FTTH nach Mass für Privatkunden

22.05.2018, Markersdorf

Zurück Vor